Kein Feinkostladen dieser Welt kommt ohne italienische Produkte aus. Es scheint als habe Italien wie kein anderes Land den guten Geschmack für sich reserviert. Egal ob Wein, Sekt, Nudeln, Reis, Wurst- und Käsewaren, eingelegtes Gemüse und Früchte – selbst Essig und Öl aus Italien sind Delikatessen und global nachgefragt.  Doch ist nicht jedes Olivenöl gleich einer Delikatesse. Hier gilt es, genauer hin zu sehen und sich bei der Qual der Wahl Zeit zu lassen. Die Herkunft, die Art der Produktion und selbst die Verpackung tragen dazu bei, dass aus einer Spezialität eine Delikatesse wird. Denn unter Delikatesse versteht man besonders hervorragende, erlesene Speisen, Getränke oder Zutaten. Deshalb stellt ein richtiger Feinkostladen niemals massenhaft Ware für seine Kundschaft bereit sondern bestellt viel mehr auf Anfrage.

Limoncello der Zitronenlikör aus dem italienischen Süden

Es ist schon auffällig, dass viele Spezialitäten und vor allem Delikatessen aus dem tiefen Süden des Italienischen Festlandes stammen. Auch der bekannte Zitronenlikör „limoncello“ wird in der Gegend rund um Neapel und an der Amalfiküste hergestellt. Es gibt aber auch erstklassige Produzenten auf der italienischen Insel Sizilien. Süß und doch erfrischend fruchtig – so beschreiben Kenner ihren limoncello. Gereicht wird er meist ähnlich wie Liköre hier zu Lande am Ende eines großen Mahls. Er findet aber auch Verwendung beim Backen von Süßspeisen und bei der Herstellung von Speiseeis. Aufbewahren sollte man den Limoncello stets im Kühlschrank – je kälter er ist umso besser lässt er sich genießen.

Spaghetti al Nero – Tintenfisch Spaghetti so schwarz wie die Tiefen des Meeres

Wer Meeresfrüchte mag, wird auch sie lieben – „spaghetti al nero“. Diese Spaghetti werden mit der Tinte des Tintenfischs gefärbt und sind völlig schwarz. Sie passen sehr gut zu Fischsaucen oder Meeresfrüchten und bilden ein optisch tolles Bild in Kombination mit hellen Sahnesaucen. Und ganz nebenbei sind Pasta Gerichte mit diesen schwarzen Spaghetti ein toller Hingucker bei Dinner Partys.

Pesto Genovese – das grüne Mark Italiens

pesto genovese

Pesto Genovese passt hervorragend zu vielen Pastagerichten

Wenn sie gegenüber den „spaghetti neri“ doch lieber helle Pasta bevorzugen, sollten Sie eine Delikatesse aus dem nördlicheren Raum Italiens probieren. Denn die Hafenstadt Genua war der Ursprung des „pesto genovese“, einer Art grüner Pasta-Sauce, die aber weitaus dickflüssiger ist als Tomatensugo und von der ein Esslöffel für 100 Gramm Pasta ausreicht. Die grüne Farbe erhält das Pesto vom aromatischen Basilikum. Eine weitere wichtige Zutat sind Pinienkerne. Die kleinen weißen Kerne verleihen dem Pesto seine nussige Note.

Der Käse im pesto genovese

Meistens wird im pesto genovese auch „pecorino“ also Schafkäse verarbeitet, manchmal darf es aber auch parmigiano sein. Der Käse sorgt dafür, dass das Pesto die Pasta sämig und cremig umhüllt. Abgeschmeckt ist jedes Pesto im Feinkostladen mit feinstem Olivenöl, um den Geschmack vollkommen zu machen. Kaum zu glauben, dass ein derart hervorragendes Gericht so rasch zubereitet werden kann. Einfach Pasta im Geschäft auswählen, pro 100 Gramm Pasta einen Esslöffel Pesto zu den gekochten und abgetropften Nudeln geben, mit einem Blatt Basilikum garnieren und fertig ist eine „der“ italienischen Delikatessen schlechthin.

Baci di dama – Damen Küsse aus dem Feinkostladen

Die Süßspeise „Baci di dama“ wird seit über hundert Jahren in Tortona hergestellt, einer kleinen Stadt, die genau zwischen Mailand und Genua in der Region Piemont liegt. Ihren Namen haben die Kekse aufgrund ihres Aussehens und ihrer Machart erhalten. Zwei Kekse, deren Teig aus Mehl, Nüssen, Zucker und Butter gebacken wird, werden mit geschmolzener Schokolade zusammengeklebt. Die beiden Kekshälften sollen wie flache Halbkugeln aussehen und so an Lippen erinnern. Beim Zusammenkleben der Kekse kann man sich so mit ein wenig Fantasie vorstellen, dass eine Dame einen Herren küsst  und schon war der Name für diese italienische Süßspeisen Spezialität geboren: Baci di dama.