Für Nicht-Italiener scheinen alle Speisen, die aus der italienischen Küche stammen eine Spezialität zu sein. Sieht man aber genauer hin, fallen nationale und regionale italienische Spezialitäten auf, die nicht nur eine Verkostung sondern auch einen Blick hinter die Kulissen wert sind. Denn ein wichtiger Wert im Leben eines jeden Italieners und jeder Italienerin ist die Qualität. Egal ob es sich um Stoffe, Schuhe, Möbel, oder eben Lebensmittel und Speisen handelt, Italiener streben wenn möglich immer nach höchster Qualität. So kaufen die meisten auch am Markt ein, um sich im Gespräch mit dem Verkäufer über die Frische und die Herkunft der Produkte zu informieren. Die besten italienischen Spezialitäten findet man fast immer auf Wochenmärkten in Kleinstädten oder Dörfern.

Pizza – vom Essen der Armen zum Welterfolg

An aller erster Stelle auf der Spezialitätenliste findet sich die Pizza. Ein Gericht das weltweit mit Italien und der italienischen Küche in Verbindung gebracht wird. Ursprünglich stammt die Pizza aus Süditalien und galt als arme-Leute-Essen. Mit Tomatensauce, Basilikum und Mozzarella war ein sättigendes Essen schnell fertig. Heute findet man die Pizza nahezu überall auf der Welt und sie erfreut sich außerhalb Italiens weit größerer Beliebtheit als in ihrem Heimatland selbst. Ob die Pizza nun eine Spezialität ist oder nicht hängt vor allem vom Pizzabäcker und den verwendeten Zutaten ab. Vor allem der Käse ist besonders wichtig.

Parmigiano ist nicht gleich Parmesan

parmigiano italiano

Italienischer Parmesan ist eine echte Spezialität aus der Gegend um Parma, Reggio-Emilia und Modena

Käse ist nicht gleich Käse und schon gar nicht wenn es sich um italienischen „formaggio“ handelt. Parmesan Hartkäse zum Beispiel, der gerieben beinahe zu jedem Pasta Gericht in Italien kredenzt wird und auch in keinem Risotto oder Pesto fehlen darf wird in weiten Teilen des Landes produziert. Am bekanntesten und beliebtesten ist jedoch der „parmigiano reggiano“ ihn gibt es auch als „extra stavecchione“ das bedeutet, der Käse hatte bis zu 72 Monate Zeit zu reifen und seinen würzigen, leicht scharfen Geschmack zu entwickeln.

Wer es etwas kostengünstiger mag, dem sei der körnige Hartkäse „gran padano“ empfohlen. Er wird beinahe gleich verwendet wie der parmigiano und seit hunderten von Jahren in der Lombardei hergestellt. Dieser Käse reift mindestens elf Monate bis er seinen typischen Geschmack entfaltet.

Italienischer Büffel Mozzarella – eine Klasse für sich

Der Büffel Mozzarella, in Italien „mozzarella die buffala“ genannt, ist eine besondere Spezialität. Ähnlich der Pizza entstammt auch er den südlichen Regionen des Stiefels nämlich Kampanien. Der aus der Milch des Wasserbüffels hergestellte Käse ist Kennern viel Geld wert, da er entgegen herkömmlichem Mozzarella aus Kuhmilch die Konsistenz betreffend bei weitem zarter ist und auf der Zunge sprichwörtlich zu schmelzen scheint.

Pferde-Salami – wahrlich speziell

Pferdefreunde sollten vielleicht an dieser Stelle nicht weiterlesen für alle anderen gibt es einen kulinarischen Tipp für den nächsten Italien Urlaub: Pferde-Salami! Pferdefleisch hat in Italien eine lange Tradition und es gibt in den Dörfern oftmals noch eigene Fleischhauereien oder Metzgereien, die hauptsächlich Pferdefleisch verarbeiten und statt einem Schwein ein Pferd als Logo bei Ihrem Geschäftsschild führen.

Generell ist die Salami eine italienische Spezialität. Anders als in Ungarn wird bei den Südländern das Fleisch bei der Produktion nicht so fein vermahlen. Das heißt, die Salami ist grober, mit größeren Fettstückchen, dadurch aber auch sehr geschmackvoll, denn Fett ist ja bekanntlich der beste Geschmacksträger.