Es gibt Familien, die ihren Urlaub seit Generationen in Südtirol verbringen. Oma und Opa waren die Pioniere, die gemeinsam mit ihren Söhnen und Töchtern die spektakulären Dolomiten oder den nicht minder magischen Stilfserjoch Nationalpark erkundeten. Und die Söhne und Töchter fahren ihrerseits wieder mit ihren Kindern über den Brenner in Richtung Süden. Warum?

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Über den Brenner in Richtung Süden…

Das vielfältige Land zwischen Nord und Süd ist die ideale Destination für den Familienurlaub: Mildes Klima, mediterrane Vegetation, unbegrenzte Sportmöglichkeiten, eine fantastische Landschaft, köstliches Essen. Auch die Unterkünfte sind breit gefächert und reichen vom Aktivhotel bis hin zum rustikalen Urlaub auf dem Bauernhof. Zu sehen und zu erleben gibt es in Südtirol also allerhand – wir haben die besten Tipps für einen gelungenen Familienurlaub in Südtirol zusammengetragen.

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  • Tipp 1: Dolomiten entdecken mit den „Dolomiti Ranger“
    Orange-Rot leuchten die Dolomiten in der Abendsonne – ein Schauspiel, das Groß und Klein nicht so schnell vergisst. Das Naturphänomen, bei dem die Dolomiten erstrahlen, wird als „Enrosadida“ bezeichnet. Seit 2009 ist der Gebirgszug der Kalkalpen mit seinen bekannten Bergen, z.B. den Drei Zinnen, der Marmolata oder dem Sellastock, Teil des UNESCO Weltnaturerbes.

    Jeden Sommer von Anfang Juli bis Mitte August haben große und kleine Entdecker die Möglichkeit, in den Dolomiten bzw. im Naturpark Fanes-Sennes-Prags gemeinsam mit fachkundigen Naturpark-RangerInnen, den Dolomiti-Rangers, auf Spurensuche zu gehen und mehr über die Entstehung der „bleichen Berge“ zu erfahren. Das Programm „Dolomiti Ranger“ findet jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags statt. Wer an allen drei Tagen dabei ist, erhält das „Dolomiti-Ranger-Diplom“.

    Weitere Informationen: Tourismusvereinen von Sexten, Innichen, Toblach, Niederdorf oder Prags.

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  • Tipp 2: „Ötzi-Schauen“ im Bozner Archäologiemuseum
    Der „Mann aus dem Eis“ ist Kult. Nach seinem Fundort in den Ötztaler Alpen auf den Namen „Ötzi“ getauft, kann die 5.300 Jahre alte Mumie im Archäologiemuseum in Bozen bestaunt werden. Der drahtige Mann ist wohl im Südtiroler Eisacktal aufgewachsen und soll um die 45 Jahre alt gewesen sein, als er starb. Die Todesursache war wahrscheinlich ein hoher Blutverlust, verursacht durch eine Pfeilspitze im linken Schulterblatt. Neben den Blick auf die Gletschermumie in der Kühlzelle und auf die Beifunde vermittelt die Ausstellung auch anhand weiterer Exponate spannende Einblicke in das Leben des steinzeitlichen Menschen. Das Museum hat von Dienstag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

    Weitere Informationen: Südtiroler Archäologiemuseum; Tel. + 39 0473 320100

  • Tipp 3: Haflinger-Reitausflug in Hafling
    Die braven, gemütlichen Haflingerpferde gelten als ideale Gefährten für alle, die zum ersten Mal auf dem Rücken eines Pferdes sitzen. Das robuste Gebirgspferd mit der blonden Mähne wurde nach Hafling benannt, einem Bergdorf oberhalb von Meran. Dort wurde es lange als Arbeitstier eingesetzt – heute erweist es als verlässliches Familien-Reitpferd seine Dienste. In Hafling und Vöran werden Schnupper-Reitkurse für Erwachsene und Kinder angeboten, z.B. im Reitstall Sulfner und im Reiterhof Paur.

    Weitere Informationen: Tourismusverein Hafling-Vöran; Tel. +39 0473 279457

  • Tipp 4: Wildtierbeobachtung im Pfossental
    Das abgelegene Seitental im Vinschgauer Schnalstal ist nicht nur urig und wunderschön, sondern auch ideal, um Wildtiere zu beobachten. Gruppen von Hirschen und Rehe bewegen sich im Frühsommer, wenn der Schnee langsam schmilzt, wieder in Richtung Tal.

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  • Mit einem fachkundigen Jagdführer und ausgestattet mit Fernglas macht sich die ganze Familie frühmorgens gegen 06.00 Uhr auf in das Pfossental, um im Morgengrauen die eleganten Rehe, prächtigen Hirsche und quirligen Murmeltiere zu bestaunen. Zur Belohnung gibt’s danach ein typisches Südtiroler Bauernfrühstück.

    Weitere Informationen: Tourismusverein Rabland und Partschins; Tel.: +39 0473 967 157

  • Tipp 5: Eine Raftingtour auf der Passer
    Gemächlich schlängelt sich die Passer vom hinteren Passeiertal bis nach Meran und mündet dann die Etsch. Der wilde Fluss mit dem klaren Quellwasser und das grüne, offene Tal eignen sich perfekt für eine Rafting-Tour. Besonders im Juni, wenn der Schnee auf den Bergen schmilzt und ins Tal fließt, ist ein aufregendes Abenteuer für die ganze Familie garantiert! Mitmachen können Kids ab zehn Jahren.

    Weitere Informationen: Südtirol Rafting; Tel. +39 3494178393

  • Tipp 6: Skifahren auf der Schwemmalm
    In Südtirol gibt es viele großartige Skigebiete – angefangen von der Skiregion Sextner Dolomiten bis hin zum Kronplatz. Zu den kleinen, aber besonders feinen Skigebieten gehört die Schwemmalm im Ultental. Das Skigebiet ist nicht das modernste, nicht das größte und nicht das spektakulärste in Südtirol. Dafür ist es familiär, urig, gemütlich, günstig – ein echter Geheimtipp also. Im Skikindergarten „Bärenhöhle“ lernen kleine Schneezwerge die ersten Schwünge und die „Schwemmy Schneewelt“ bietet alles, was das Kinderherz begehrt. Übrigens: Kids bis zum Jahrgang 2008 fahren auf der Schwemmalm kostenlos Ski! Und wer nun schon im Ultental ist, kann auch noch den bekannten „Ultner Urlärchen“ einen Besuch abstatten. Die drei imposanten Lärchen ragen bis zu 35 Meter in die Höhe – und das bereits seit zweitausend Jahren.

    Weitere Informationen: Tourismusverein Ultental/Proveis; Tel. +39 0473 795387

  • Tipp 7: Greifvogel-Flugschau bei Schloss Tirol
    Knapp über die Köpfe der Zuschauer gleitet der Falke hinweg… Die Greifvogel-Show bei Schloss Tirol versetzt Gäste in Erstaunen. Vom Frühjahr bis zum Herbst finden im „Goofyland“, dem Dorf Tiroler Vogelzentrum, zweimal täglich Flugshows statt. Über dem Burghügel bei Dorf Tirol werden jeweils um 11.15 Uhr und um 15.15 Uhr verschiedene gezüchtete Greifvögel – Adler, Falken, Geier, Eulen und Bussarde – frei fliegen gelassen. Dazu erhalten Besucher Informationen zu den Tieren und dem Artenschutz. „Goofyland“ ist gleichzeitig auch ein Pflegezentrum, das verletzte und kranke Vögel aus dem ganzen Land aufnimmt. Weil es gleich neben Schloss Tirol, dem mächtigsten und bedeutsamen Schloss des Landes liegt, bietet sich auch ein Besuch der Burg an, die über Jahrhunderte Stammsitz der Grafen von Tirol war.

    Weitere Informationen: Pflegezentrum für Vogelfauna; Tel. +39 0473 221500

  • Tipp 8: Brotbacken im Steinzeit-Park
    Das Leben ist anstrengend? Wie anstrengend war es erst vor tausenden von Jahren! Im ARCHEOPARC im Vinschgauer Schnalstal kann Groß und Klein in den Alltag einer Steinzeitfamilie eintauchen: Brot backen, Feuer machen (ohne Feuerzeug!) oder Bogenschießen – die ARCHEOPARC-Mitarbeiter assistieren bei der Reise in die Vergangenheit.

    Weitere Informationen: ARCHEOPARK Schnalstal; Tel. +39 0473 67 60 2

  • Tipp 9: Klettern im Rosengarten
    Hier soll einst der sagenumwobene Zwergenkönig Laurin regiert haben – heute ist der beeindruckende Rosengarten eines der beliebtesten Wander- und Kletterziele Südtirols. Gleich unterhalb der Rotwand im Rosengartengebiet liegt der Klettergarten „Kleine Rotwand – Karersee“, der in fünf Sektoren eingeteilt ist. Einmal die Woche findet mit den Bergführern des Alpinzentrums Rosengarten ein Schnupperklettertag statt, wo die ganze Familie erste Kletterversuche im Fels starten kann.

    Weitere Informationen: Alpinzentrum Rosengarten; Tel. +39 0471 613487

  • Tipp 10: Schwimmen im Völser Weiher
    Hier kommen Baderatten und Naturliebhaber gleichermaßen auf ihre Kosten: Der wunderschöne Badesee liegt inmitten eines dichten Tannenwaldes, in der Ferne leuchtet der mächtige Schlern. Erst kürzlich hat Legambiente, Italiens größte Umweltschutzorganisation, den Völser Weiher als eines der intaktesten Ökosysteme des Stiefelstaates ausgezeichnet. Wegen der ausgezeichneten Wasserqualität ist der See besonders bei Familien beliebt. Die Anfahrt zum See führt über Bozen nach Völs in Richtung Seis – dort findet sich die Abzweigung zum Parkplatz. Von Bozen aus dauert die Anfahrt etwa eine halbe Stunde.

    Weitere Informationen: Tourismusverband Seiser Alm; Tel. +39 0471 709 600

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Sind die zehn Tipps schon um? Weil’s so schön war, hier noch einer: Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff bei Meran gelten nicht nur als die schönsten Botanischen Gärten Italiens, sie werden auch von allerhand Tieren bevölkert, z.B. von Papageien, Ziegen, Kaninchen, Pfauen oder chinesischen Enten. Den ganzen Frühling und Sommer führt ein geschultes Team unter dem Motto „Gartenrundgang für Klein & Groß“ durch die üppige Natur. Die botanischen Kuriositäten werden familienfreundlich und spannend vermittelt. Also… auf geht’s in Richtung Brenner!

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